Optik, Gestik, Inhalt – 3 Ratschläge für eine gute Präsentation

Optik, Gestik, Inhalt
3 Ratschläge für eine gute Präsentation

Hamburg – Als Musterbeispiel gelungenen Auftretens galt in der IT-Branche Steve Jobs. Der Apple-Gründer achtete jederzeit auf sein Äußeres. Das sah nach Understatement aus. Der berühmte schwarze Rollkragenpullover stammte jedoch vom japanischen Edelschneider Issey Miyake, berichtet Jobs-Biograf Walter Isaacson.

Wer es eine Nummer kleiner als Steve Jobs mag, aber dennoch einen guten Eindruck hinterlassen will, für den hat Ulla Wiegand einige Tipps parat. „Ein guter Auftritt basiert auf dem Dreiklang Optik, Gestik und Inhalt“, sagt die Hamburger Beraterin. Das heißt im Einzelnen:

Die Optik

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Photo by Lukas on Pexels.com

Grundsätzlich sollte man sich dem örtlichen Business Outlook anpassen. Anzug, Hemd und Krawatte müssen zusammenpassen. Stichwort Krawatte: bitte keine Experimente wie Micky-Maus- oder Golfspieler-Designs, sondern dezent.

Schmuck darf sein, aber zurückhaltend. Bei Männern lenken Siegelring oder Rolex schnell vom Inhalt ab. Frauen sollten keine auffallenden Ohrringe und Halsketten tragen. Auch bei Make-Up und Frisur ist Zurückhaltung angeraten.

Schöne Beine und stramme Waden mögen in der Freizeit einen Hingucker bieten, in der Arbeitswelt und insbesondere bei Präsentationen gilt aber: Die Rocklänge einer Rednerin sollte das Knie umspielen. Männer müssen darauf achten, dass ihre Socken lang genug sind, damit beim Platznehmen zur Gruppendiskussion auf der Bühne kein Stück Haut sichtbar wird. Bitte dunkle Socken tragen.

Als Faustregel gilt: „Eine Personality wie Steve Jobs durfte gern den berühmten schwarzen Rolli tragen“, sagt Wiegand. „Wer aber in Hierarchie und Prominenz noch nicht auf dieser Ebene angekommen ist, sollte sich bei der Optik zurückhalten.“

Die Gestik

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Photo by rawpixel.com on Pexels.com

Wer ein symmetrisches Bild abgibt, vermittelt Stärke und Souveränität, erklärt Wiegand. Konkret heißt das:

Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, Füße ungefähr auf Hüftbreite. Wer länger spricht, darf gern mal einen Schritt nach vorn oder zur Seite gehen, um den Körper lockern. Immer wieder auf eine aufrechte Körperhaltung achten.

Die Hände beschäftigen: Selbst erfahrene Fernseh-Moderatoren halten gern einen Stapel Karteikärtchen in der Hand. Alternative: ein guter, hochwertiger Kugelschreiber. Was nicht geht: Hände auf den Rücken oder in die Hosentaschen!

Das Publikum anschauen: Wiegand nennt es den „Trapezblick“ – wer vor Publikum spricht, sollte den Blick langsam von links vorne (zweite oder dritte Stuhlreihe) nach links hinten gleiten lassen, dann von links hinten nach rechts hinten und schließlich nach rechts vorn. So fühlt sich jeder im Saal angesprochen.

Der Inhalt

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„Hier geht es darum, das Publikum nicht zu überfrachten, erklärt Wiegand. „Kurze, prägnante Thesen merken sich die Menschen besser.“ Sie rät:

Am besten nur fünf Folien verwenden. Die erste stellt die These vor, die Folien zwei, drei und vier begründen diese These. Die fünfte Folie fasst das Ergebnis zusammen und beinhaltet eine Vision des Redners oder einen Blick in die Zukunft.

Die Hanseatin nennt einen berühmten deutschen Denker als Vorbild: Martin Luther. Der Reformer gab Rednern Folgendes mit auf den Weg: „Tritt fest auf, mach’s Maul auf, hör bald auf.

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