Die Presse ist keine PR-Agentur!

Gute Reputation in der Öffentlichkeit muss man sich selbst erarbeiten – und das geht…

Von Wolf Achim Wiegand

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Hamburg (waw) – Gut 570 Jahre nach Erfindung der Zeitung gibt es in der Öffentlichkeit immer noch viele falsche Vorstellungen über das, was Presse eigentlich ist. Die einen haben Angst vor den Medien, so, wie schon Frankreichs Kaiser Napoleon I.:  „Ich fürchte drei Zeitungen mehr als hundert Bajonette.“ Andere, wie der US-amerikanische Literatur-Nobelpreisträger Saul Bellow, halten Journalisten für prinzipiell sensationslüstern: „Das Problem der Zeitungsberichterstattung liegt darin, dass das Normale uninteressant ist.“ Und die Dritten finden Redaktionen irrelevant, etwa die britische Krimiliteratin Agatha Christie: „Ich habe Journalisten nie gemocht, ich habe sie alle in meinen Büchern sterben lassen.

Selbst wenn Sie wie Mrs. Christie heimliche Mordgelüste an Reportern, Redakteuren oder Redeleitern hegen sollten: aus unserer Informationsgesellschaft sind die Medien nun mal nicht wegzudenken. Hätten wir sie nicht, sähe unsere Welt ganz anders aus. Wir leben im und vom Strom einer ständigen Nachrichtenübermittlung. Fakten mischen sich mit FakeNews, Tatsachen mit Täuschungen und Normales mit Nonkonformistischem. Zur Nachricht kann alles werden. Und: In der Internetära kann jeder von jedem Winkel der Erde aus Jedes publizieren – ungefiltert, ungeschliffen, ungehobelt.

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Der Wirrwarr an Informationskanälen und -kanälchen macht es allen denjenigen schwer, die ihr Anliegen zum richtigen Empfänger verschiffen wollen, weil man für eine Ladung Publizität das richtige Boot finden muss. Mit Printpresse, Radio und Fernsehen erreicht man andere Häfen, als mit dem Internet. Dazu kommt, dass die einzelnen Mediengenres unterschiedlichste Bötchen betreiben – die Fachpresse ist fächerartig vielfach, die Radioszene reichhaltig und das Fernsehen facettenreich.

Alle Welt klagt über den Journalismus, aber jedermann möchte ihn für sich benutzen.“ Gustav Freytag, deutscher Schriftsteller

Es braucht Steuermänner, um die Klippen der Presselandschaft zu umfahren und den richtigen Zielhafen zu finden. Das sind die Public-Relations-Experten. Sie müssen bedenken, dass die Ware Information, die man auf den Weg bringen möchte, richtig konfektioniert ist. Schwere, langatmige Botschaften machen sich im Zeitalter von Bits, Bytes & Spots nicht gut. Gefragt ist kurz, prägnant und auf den Punkt gebracht.

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Pressearbeit bedeutet Häppchenproduktion. Der einstige US-Verteidigungsminister Wiliam Perry drückte es so aus: „Mit Journalisten ist es wie mit Krokodilen; man muss sie nicht lieben, aber füttern.“ Mit anderen Worten: Pressearbeit bedeutet dauerndes am Ball bleiben, auch dann, wenn gerade nichts los ist. In ruhigen Zeiten aufgebaute Kontakte können sich für ein Unternehmen, eine Partei oder eine Persönlichkeit als wichtig erweisen, wenn es einmal nicht so gut läuft. Man hat dann einen Vertrauensanker im Meer der journalistischen Haifische.

Aber was nützt die beste Botschaft, wenn man sie nicht richtig rüberbringen kann! Dabei war der Spruch „In der Kürze liegt die Würze“ noch nie so wertvoll wie heute. Wer in der Lage ist, Radio und Fernsehen die richtigen „Soundbites“ zu liefern, also sehr kurze Zitate selbst bei kompliziertesten Themen, hat die beste Chance, in einer Sendung tatsächlich vorzukommen.

Soundbites kann man in Reden, Interviews und Präsentationen einstreuen. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Journalist sie aufgreift – und damit Ihre Kernbotschaft transportiert. Voraussetzung: ihr Zitat ist so kurz (zwölf bis 20 Sekunden), so interessant und so prägnant formuliert, dass es beim Zielpublikum (und das ist nicht der Journalist, sondern dessen Zielgruppe!) verstanden wird.

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Dabei ist zu beachten: die Presse ist keine PR-Agentur! Einen Anspruch auf Beachtung haben sie nicht. Medien sind gewinnorientierte Unternehmen. So, wie andere auch. Es zählt, was sich gut verkauft.

Und: wir leben in einem Land der freien Presse. Deshalb halten die Verhaltensgrundsätze für Presse/Rundfunk und Polizei fest: „Die Medien entscheiden in eigener Verantwortung, in welchem Umfang und in welcher Form sie berichten.

Es liegt also an Ihnen, durch eigenes Tun dazu beizutragen, im Informationswust der heutigen Zeit durchzukommen. Das ist erlernbar. DIE WIEGANDs helfen Ihnen in einem wenige Stunden dauernden praktischen und situationsbezogenen Training bei der Vorbereitung Ihres öffentlichen Auftritts. Holen Sie sich ein Angebot!


Beispiele für einprägsame Soundbites:

  • John F. Kennedy (†): „Ich bin ein Berliner“ am 26. Juni 1963
  • Angela Merkel: „Wir schaffen das“ am 31. August 2015
  • Bob Dylan: „The answer is blowin’ in the wind“ im Jahre 1963

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